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Kommunikation in Form des Briefwechsels erleichterte den Kontakt der Gelehrten untereinander über größere Distanzen und verlieh ihm Dauer; aber ebenso wichtig war Leibniz das persönliche Gespräch, der direkte Gedankenaustausch. In seiner Rolle als großer Kommunikator der Gelehrtenrepublik ist Leibniz’ Mobilität auf Rädern nicht weniger beeindruckend als der Umfang und die Vielfältigkeit des Briefwechsels. Getreu seiner Überzeugung, dass Ruhe eine Stufe zur Dummheit und Reisen seiner Gesundheit am zuträglichsten sei, nutzte er jede Möglichkeit zum Ortswechsel, um neue Eindrücke zu gewinnen, neue Leute und deren Meinungen und Ideen kennenzulernen. Im Grunde ist Leibniz bis zum Ende einer Lebensmaxime und einem Berufsideal treu geblieben, das er als 29-jähriger formulierte, als ihn das Angebot erreichte, in die Dienste des Herzogs Christian Ludwig von Mecklenburg-Schwerin zu treten: Er habe schon viele derartige Angebote erhalten, so beschied er den Herzog, aber er fühle sich noch zu jung, um bereits jetzt auf seine Freiheit zu verzichten und eine Stelle mit Residenzpflicht anzutreten. Leibniz trat dann in Hannover doch in fürstliche Dienste, aber die Residenzpflicht interpretierte er durchaus eigenwillig. Man wisse nie, wo man Herrn Leibniz gerade finden könne, so stellte der hannoversche Kurfürst in späteren Jahren fest und kritisierte damit doch recht zurückhaltend und im Grunde resignierend die lebenslange Umtriebigkeit und Reiselust seines Beamten, dessen Besoldung ihn immerhin gut 1.000 Rt. im Jahr kostete und der seiner Hauptaufgabe, der Abfassung einer welfischen Dynastiegeschichte, offensichtlich nicht nachkam. |
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